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	<title>Achtsamkeitsmeditation Archive - Meine Achtsamkeit</title>
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	<description>Kurse zu Achtsamkeit und Stressbewältigung in Hamburg</description>
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		<title>Achtsamkeitspraxis und &#8218;Gewahrsein&#8216;</title>
		<link>https://meine-achtsamkeit.de/2022/08/05/achtsamkeit-gewahrsein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Annette Kaiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2022 07:34:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gewahrsein]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeitsmeditation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ist eigentlich dieses komische &#8222;Gewahrsein&#8220;? Oje, jetzt wage ich mich aber weit vor und habe gerade ein wenig Angst vor meinem eigenen Mut. Denn es ist schwierig bis unmöglich, diesen Zustand des Gewahrseins jemandem zu erklären, der ihn noch nicht selbst erlebt hat.  Ok, ich registriere, dass ich dabei ein etwas mulmiges Gefühl habe [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://meine-achtsamkeit.de/2022/08/05/achtsamkeit-gewahrsein/">Achtsamkeitspraxis und &#8218;Gewahrsein&#8216;</a> erschien zuerst auf <a href="https://meine-achtsamkeit.de">Meine Achtsamkeit</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Was ist eigentlich dieses komische &#8222;Gewahrsein&#8220;?</h2>



<p>Oje, jetzt wage ich mich aber weit vor und habe gerade ein wenig Angst vor meinem eigenen Mut. Denn es ist schwierig bis unmöglich, diesen Zustand des Gewahrseins jemandem zu erklären, der ihn noch nicht selbst erlebt hat. </p>



<p>Ok, ich registriere, dass ich dabei ein etwas mulmiges Gefühl habe und akzeptiere dieses Gefühl als Phänomen meines Geistes. Daneben bemerke ich noch ein anderes Gefühl: Neugier gepaart mit leichter Anspannung. Ich darf versuchen, dir zu erklären, was Gewahrsein ist und bin gespannt, ob und wie mir das gelingen wird. Also entscheide ich mich dafür, den Versuch zu unternehmen.  </p>



<h3 class="wp-block-heading">Gewahrsein im Buddhismus &#8211; bildliche Allegorien</h3>



<p>Beginnen wir mit ein paar bildlichen Vorstellungen, die im der buddhistischen Tradition verbreitet sind.&nbsp;</p>



<p>Es geht dabei um den Geist und seinen Charakter. Der Geist wird von Natur aus als ruhig, weit und klar angesehen. Alles, was in diesem Geist auftaucht, also zum Beispiel Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen, innere Bilder und so weiter sind Phänomene dieses Geistes.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>In der Meditation versucht nun also dieser Geist, seine eigenen Phänomene zu beobachten und ihr Entstehen und Vergehen, Kommen und Gehen wahrzunehmen. Und sie dabei als das zu sehen, was sie sind, nämlich eben Phänomene des Geistes, nicht mehr und nicht weniger.&nbsp;</p>



<p>Dazu möchte ich dir nun drei verschiedene bildliche Vorstellungen zeigen:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list"><li>1. Der Geist ist der weite, wolkenlose Himmel, an dem die geistigen Phänomene wie kleine weiße Wolken vorbeiziehen. Die Wolken entstehen und vergehen, doch der Himmel selbst bleibt davon unberührt, er bleibt immer der gleiche Himmel. Je weiter und klarer dein Geist im Laufe der Meditation wird, desto kleiner werden die Wolken und desto klarer wird der Himmel. Es werden immer weniger Wolken, die den klaren Himmel verdecken.&nbsp;</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>2. Der Geist ist wie ein Glas Wasser, dass du aus einem schlammigen Fluss schöpfst. Am Anfang ist das Wasser voller Schmutz und Fremdkörper, die es trüb machen. Wenn du das Glas ganz ruhig stehen lässt, setzen sich mit der Zeit alle Verunreinigungen ab und übrig bleibt obenauf das klare, saubere Wasser. Dein Geist ist wie dieses klare Wasser, wenn du ihn in der Meditation ganz ruhig werden lässt und von allen Störungen befreist. Wenn du das Glas aber nur ein bisschen bewegst, wird das Wasser sofort wieder trüb. So wie dein Geist, wenn du in der Meditation stark abgelenkt wirst oder dauernd herumzappelst.&nbsp;</li><li>3. Der Geist ist wie ein tiefer, stiller Ozean. Die Wellen an seiner Oberfläche sind die Phänomene des Geistes. Sie sind manchmal&nbsp; extrem wild wie eine stürmische See und manchmal kräuselt sich die Oberfläche nur leicht. Doch die Wellen beeinflussen nicht die Natur der Ozeans. Unter der Oberfläche ist er immer ruhig, still und friedlich. Je weiter und klarer dein Geist in der Meditation wird, desto weiter nach unten sinkst du in diesem Ozean, bis du die Wellen an der Oberfläche nur noch als schwaches Echo wahrnehmen kannst.&nbsp;</li></ul>



<h2 class="wp-block-heading">Gewahrsein in der Meditation</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Weite und Klarheit im Geist</h3>



<p>Irgendwann während der Meditation kommst du also (vielleicht) an den Punkt, an dem dein Geist diese Weite und Klarheit erreicht. Deine Gedanken und andere Phänomene des Geistes verlieren dann immer mehr an Bedeutung, du nimmst sie nur noch wie aus weiter Ferne und undeutlich wahr. Sie treten in den Hintergrund und machen Platz für die wahre, klare und ruhige Natur deines Geistes. In diesem Moment fühle ich persönlich eine unglaubliche Weite und einen absoluten Frieden. Ich bin gleichzeitig stark im Körper präsent und bin doch so viel mehr als mein Körper. Ich habe das Gefühl von purem Bewusstsein, wenn ich ins Gewahrsein falle. Ich bin leicht wie eine Feder und doch stark in der Erde verwurzelt. Es ist ein schwer zu beschreibendes, aber absolut wunderbares Gefühl.&nbsp;</p>



<p>Klingt ziemlich abgehoben? Ja, das tut es. Und tatsächlich fühlt es sich für mich ein bisschen nach &#8222;abheben&#8220; an.&nbsp;</p>



<p>Eins kann ich dir versichern: Wie immer es sich für dich anfühlt, du wirst es merken, wenn du ins Gewahrsein fällst.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Absichtslosigkeit und Gewahrsein</h3>



<p>Doch ich muss dich auch etwas enttäuschen: Dieser Zustand lässt sich nicht bewusst herbeiführen. Auch ich erlebe ihn bei weitem nicht in jeder Meditation. Vor allem dann nicht, wenn ich mit Vorfreude und Erwartung auf genau dieses Gewahrsein in die Meditation hineingehe. Das ist ja das &#8222;Gemeine&#8220; an der Meditation: sie ist absichtslos und wir erleben nur dann Erstaunliches, wenn wir nichts erwarten und nach nichts streben. Also wie immer: offen, neugierig und geduldig unseren Geist erforschen und einfach wahrnehmen, was passiert. Hier kommt übrigens wieder einmal das Prinzip des &#8222;Nichtanhaftens&#8220; zum tragen. Wenn du den Zustand des Gewahrseins, der beim letzten Mal soooo schön war, unbedingt wieder haben willst, wirst du ihn in der nächsten Meditation wohl nicht bekommen.&nbsp;</p>



<p>Allerdings kann dir regelmäßiges Meditieren mit einer guten Anleitung durchaus dabei helfen, am Gewahrsein zu &#8222;schnuppern&#8220;, denn mehr wird es anfangs nicht sein als dieses Schnuppern.&nbsp;</p>



<p>John Kabat-Zinn vergleicht das Gewahrsein mit einem scheuen Reh, das ganz vorsichtig sein Näschen am Waldrand aus dem Dickicht streckt. Du kannst es beobachten, wenn du geduldig und ruhig bist.&nbsp; Doch bei der kleinsten Störung verschwindet es sofort wieder im Gebüsch.&nbsp;</p>



<p>In meinen <a href="https://meine-achtsamkeit.de/home/">Kursen</a> zeige ich dir den Weg, um am Gewahrsein zu schnuppern.&nbsp;</p>



<p>Und nun zum Abschluss: Rate mal, welches Bild des Geistes mir am besten gefällt?&nbsp;</p>
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		<title>Die Affen rasen durch den Wald&#8230;</title>
		<link>https://meine-achtsamkeit.de/2022/07/25/achtsamkeitsmeditation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Annette Kaiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2022 08:36:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeitsmeditation]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was hat eine rasende Affenhorde mit Achtsamkeit zu tun? Mehr als du denkst.&#160; Um das rauszufinden, setze dich einfach hin und fange an zu meditieren. Dann wirst du nach kurzer Zeit mit dieser Affenhorde Bekanntschaft machen. Deine Gedanken werden wie eine wild gewordene Affenhorde durch deinen Kopf rasen und dich innerhalb kurzer Zeit so stark [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Was hat eine rasende Affenhorde mit Achtsamkeit zu tun?</h2>



<p>Mehr als du denkst.&nbsp;</p>



<p>Um das rauszufinden, setze dich einfach hin und fange an zu meditieren. Dann wirst du nach kurzer Zeit mit dieser Affenhorde Bekanntschaft machen. Deine Gedanken werden wie eine wild gewordene Affenhorde durch deinen Kopf rasen und dich innerhalb kurzer Zeit so stark ablenken, dass all deine Vorsätze, dich auf deinen Atem oder was auch immer zu fokussieren, dahinschmelzen wie Butter in der Sonne. Das hast du sicherlich schon erlebt, oder nicht?&nbsp;</p>



<p>Falls du gedacht haben solltest, das geht nur dir so, kann ich dich beruhigen. Dieses Phänomen ist völlig normal. Zwar passiert es nicht bei jeder Meditation gleich ausgeprägt, aber in irgendeiner Form taucht es fast immer auf.&nbsp;</p>



<p>Unser Gehirn denkt eben, denn das ist seine Aufgabe. Und warum sollte es damit aufhören, nur weil du beschlossen hast, dich mit deinem Hintern auf ein Meditationskissen zu setzen und die Augen zu schließen. Das kann es nicht verstehen und so macht es munter weiter mit dem Denken. Noch besser, da du sonst gerade nichts zu tun hast, kann es die Gedanken so richtig schön zum kreisen bringen und dich auf immer neue gedankliche Reisen schicken oder es lässt dich ungelöste Probleme wälzen oder was auch immer ihm sonst so einfällt.&nbsp;</p>



<p>Also das wars dann mit dem meditieren, dann hören wir am besten auf damit, wenn das immer so ist!&nbsp;</p>



<p>Und viele Menschen, die dieses &#8222;meditieren&#8220; mal ausprobieren möchten, machen genau das. Ich habe schon so oft zu hören bekommen: &#8222;Ich wollte auch mal meditieren, aber bei mir klappt das nicht. Ich kann das nicht. Ich muss immer an tausend Sachen denken und bekomme den Kopf einfach nicht leer. Da hab ich wieder aufgehört, das ist nichts für mich.&#8220;&nbsp;</p>



<p>Leider ist das einer der größten Irrtümer, denen man als Meditierender in die Falle gehen kann!&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wahrnehmung und Achtsamkeitsmediation</h2>



<p>Denn der Sinn der Achtsamkeitsmeditation ist es nicht, den Kopf leer zu bekommen. Wir meditieren nicht, um in einen tranceartigen Zustand zu verfallen. Wir meditieren, um genau das wahrzunehmen, was sich gerade in unserem Geist und unserem Körper abspielt. Wir richten dabei unsere Aufmerksamkeit auf den Atem, weil der Atem immer da ist und er uns im Hier und Jetzt verankert. Und jedes Mal, wenn unsere Aufmerksamkeit vom Atem abdriftet, weil diese Affenhorde losrast, nutzen wir dies, um es zu bemerken und unsere Aufmerksamkeit zum Atem zurück zu bringen. Also ist jeder Moment des Zurückkommens ein Moment der Achtsamkeit , der uns dabei hilft, eben diese Achtsamkeit zu entwickeln. Das ist das Ziel der Meditation.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gewahrsein und Meditation</h3>



<p>Zugegeben, wir möchten unseren Geist auch ein bisschen erziehen. Wir möchten, dass er mit der Zeit immer länger beim Atem bleiben kann, damit er klar und ruhig werden kann. Denn ein einigermaßen ruhiger Geist ist die Voraussetzung für das, was wir &#8222;Gewahrsein&#8220; oder &#8222;offenes Gewahrsein&#8220; nennen ( lies hierzu meinen Artikel &#8222;Was ist eigentlich dieses komische Gewahrsein?&#8220;). Doch wir erreichen das, indem wir nicht krampfhaft versuchen, beim Atem zu bleiben, sondern indem wir immer wieder zurück kommen. Denn dieser krampfhafte Versuch wäre von vorne herein zum scheitern verurteilt.&nbsp;&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Meditation mit Geduld und Zeit</h3>



<p>In der Achtsamkeitspraxis geben wir allen Dingen die Zeit, die sie brauchen, um sich zu entwickeln. Ohne Streben und ohne Verurteilung, dafür mit ganz viel Geduld.&nbsp; Und genau so verhält es sich mit der Achtsamkeitsmeditation. Auch in der Meditation gehen wir geduldig und mitfühlend mit uns um, wir schweifen tausendmal ab und kommen tausendmal wieder zurück, ohne uns zu verurteilen. Manchmal scheint es dabei so, als würden wir überhaupt keine Fortschritte machen. Doch das stimmt nicht. Der buddhistische Mönch Bhante Henepola Gunaratana schreibt in einem seiner Bücher, dass der Mensch, der aus der Meditation herauskommt, nie der gleiche ist, der in die Meditation hineingegangen ist. Jede einzelne Meditation verändert also etwas tief in uns, auch wenn wir es nicht gleich wahrnehmen können.&nbsp;</p>



<p>Also, auf in den Kampf! Mache das Bändigen der Affenhorde zu einer Lebensaufgabe! Du wirst sehen, es lohnt sich.&nbsp;</p>



<p>Denn wie John Kabat-Zinn in einem seiner Bücher schreibt: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;Mediation ist nichts für Feiglinge&#8220;&nbsp;</p><cite>John Kabbat-Zinn</cite></blockquote>



<p></p>
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